Gentlemen´s Manual

Hemden

Bügelfrei?

Was bedeutet bügelfrei?

Das Leben ist perfekt! Sie sehen in dem Schaufenster ihres Herrenausstatters das perfekte Hemd. Guter Schnitt, ansprechendes Muster und dann auch noch „bügelfrei“!

Aber was bedeutet das genau?
„Bügelfrei“ ist eigentlich mehr ein Verkaufsargument, als ein Qualitätsmerkmal.
So etwas wie bügelfreie Hemden ist mehr Wunsch denn Realität.

Denn wer einen gut geschnittenen Maßanzug und das passende Hemd dazu trägt, hat entweder eine gute Reinigung oder aber er bügelt selber.

Der Begriff „bügelfrei“ definiert sich wie folgt:
Man darf sein Hemd bügelfrei nennen, wenn es nach einem bestimmten Vorgang eine genaue Anzahl an Falten nicht überschreitet. Auch darf die Stärke der Falten nicht zu hoch sein. Demnach ist auch ein bügelfreies Hemd nicht faltenfrei.

Es gibt zwei Möglichkeiten für ein „bügelfreies“ Hemd:
1. Das Hemd bekommt eine chemische Waschung, damit die Fasern weicher werden. Somit „hängt“ sich der Stoff besser aus. Diese Waschung ist allerdings nach einigen Wäschen wieder weg.

2. Dem Hemd werden synthetische Fasern beigesetzt. Je höher der synthetische Faseranteil, desto „bügelfreier“ wird das Hemd. Aber umso unangenehmer lässt es sich tragen.

Und wie spare ich mir das Bügeln?
Ersparen können Sie sich das Bügeln nur, wenn Sie die Hemden zur Reinigung bringen.

Für alle anderen ein paar kleine Tipps.

– Hängen Sie die Hemden möglichst nass auf einen Plastikbügel.
– Feuchten Sie das ausgetrocknete Hemd nochmals an, bevor sie mit dem Eisen zugange sind. (am besten mit einem Zerstäuber)
– Fangen sie mit Manschetten und Kragen an und arbeiten Sie sich so zu den großen Flächen vor.

Wenn Sie geübt sind dann schaffen Sie ein Hemd in weniger als 5 Minuten.

Frohes Schaffen,
Ihr Team von Gentlemen´s Manual

Kurzarm Hemden?

Gerade im Sommer sehen wir immer wieder den klassischen Fauxpas.

Kurzärmlige Hemden. Eigentlich dürfte es einem flüchtigen Betrachter gar nicht auffallen, denn schließlich zieht der Gentleman das Jackett niemals aus. Vor allem nicht in der Öffentlichkeit. Betrachten wir in diesem Atemzug doch mal die Manager der großen Dax-Konzerne. So wie erwachsene Männer keine kurzen Hosen tragen, ist erfolgreichen Managern das langärmlige Hemd vertraut. Nie werden Sie in den Führungsetagen dieser Firmen ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied mit einem Kurzarmhemd sehen.

Warum ist das so?

Betrachten wir noch einmal die Regel, dass der Ärmel eines Hemdes immer 1-2 cm aus dem Ärmel des Jacketts herausschauen muss. Dies wird mit kurzem Hemdärmel schwierig.

Stellt sich doch die Frage: „Wer darf denn jetzt Kurzarm Hemden tragen?“

Zum Einen, Uniformträger und Beamte! Für diese Gruppe gibt es andere Regeln. (Wie das Tragen von Polyesterhemden) Entschuldigt sind außerdem Manager der gängigen Fastfoodketten.

Alle anderen sommerliebenden Zeitgenossen sind einfach schlecht gekleidet.

Langärmlige Grüße aus Berlin
Ihr Team von Gentlemen´s Manual

Grundausstattung für den geschäftlichen Alltag

Für die Vielzahl der Männer unter uns, die keinen Ansatzpunkt finden wie die Garderobe ausgestattet sein soll gehen wir die Sache mal mathematisch an.

Als Beispiel nehmen wir einen fleißigen Manager mit einer entspannten 6 Tage Woche. Also alles außer Sonntag.

Das Jahr hat 365 Tage. Mal mehr, mal weniger. Ziehen wir davon alle Sonntage ab sind es noch 304 Tage. Davon nehmen wir einfach die Quadratwurzel. Dann bekommen wir die Zahl 17,44. Diese runden wir auf das nächste Integral auf. Also 18. Damit haben wir die Anzahl der Hemden, die unser fleißiger Manager mindestens benötigt.

Weiß und hellblaue Hemden sind nie falsch. Auch leicht karierte oder gestreifte Hemden darf Mann mit ins Repertoire nehmen. Pink sollte je nach Arbeitsumfeld und persönlichem Gefallen gewählt werden.

Schauen wir uns das mal ein wenig genauer an. Unser Manager hat jetzt die Möglichkeit eine Woche lange unterschiedliche Hemden zu tragen während die Hemden von der vorigen Woche in der Reinigung oder bei der Wäsche sind.

Wie viele Anzüge benötigt dieser Herr nun? Dazu teilen wie die Anzahl der Hemden einfach durch 3. Er benötigt also 6 Anzüge. Dabei sollten die Farben schwarz, dunkelblau, dunkelgrau (anthrazit) auf jeden Fall dabei sein. Diese Farben kann Mann dann auch wahlweise mit Nadelstreifen auflockern.

Wenn man dazu ein breites Basissortiment von 10 Krawatten besitzt, hat Mann eine schier unendliche Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Und seien wir doch mal ehrlich. Bei den 10 Krawatten bleibt es ja doch nicht.

Kombinierte Grüße aus Berlin,
Ihr Team von Gentlemen´s Manual